Habe gerade den SWR-Beitrag zum Thema Cybermobbing gehört. Ziemlich dumm. Warum? Weil Mobbing - genauer: Beleidigen, Verhöhnen, Nötigen, Angreifen, Kränken und Quälen - nicht neu ist, sondern steinalt.
Jede Generation hatte zu jeder Zeit Alpha- und Omega-Akteure, ganz besonders in den Schulklassen, in denen sich die Persönlichkeiten und Sozialstrukturen erst experimental-spielerisch entwickeln. Die Zahlen im Cybermobbing sind - so schätze ich - nicht größer oder kleiner als vorher im realen Leben auch. Sie sind allerdings erstmalig Institutionalisiert und vor allem erstmalig nahezu Lückenlos und qualitativ hochwertig erfasst.
"Cybermobbing" sollte gerade von Pädagogen nicht als Bedrohung, sondern als Segen erachtet werden. Erst durch die allumfassende Protokollierung wird das Phänomen doch erst erfassbar! Die Frage ist, wollen wir das Leid der Omega-Kinder sehen, wollen wir gegen diese Bully-Alpha-Kinder etwas unternehmen und wollen wir dazu wirklich das Internet als Big Brother nutzen?
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